News December 2012

 

   
Dec 30, 2012 Christen in aller Welt feiern Weihnachten
  Wie in jedem Jahr feierten Christen auf der ganzen Welt die Geburt von Jesus Christus. An Heiligabend wurde auf dem Petersplatz in Rom neben einem 24 Meter hohen Weihnachtsbaum eine überdimensionale Krippe enthüllt. Bei der Christmette am Abend rief Papst Benedikt zum Frieden im Nahen Osten auf. Seine zentrale Forderung lautete jedoch: Mehr Zeit für Gott. Am ersten Weihnachtsfeiertag spendete er auf dem Petersplatz vor rund 40.000 Menschen den traditionellen Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis). Dabei forderte er die Konfliktparteien in Syrien auf, das Blutvergießen zu beenden. Das 85-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche rief auch zum Frieden in Afrika auf, besonders in den Ländern Nigeria und Kenia, wo Islamisten Attentate auf Kirchen verübt hatten. Auch in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu, wurde das Weihnachtsfest gefeiert. Tausende Christen waren dorthin gepilgert. Die traditionellen Feierlichkeiten begannen in Jerusalem. Eine Wagenkolonne mit etwa 40 Fahrzeugen fuhr aus Jerusalems Altstadt in das wenige Kilometer entfernte Bethlehem. Die Prozession, die damit auf den Spuren von Maria und Josef wandert, wurde von dem lateinischen Patriarchen Fouad Twal geleitet, dem höchsten Repräsentanten des Vatikans im Heiligen Land. Abends fand dann die traditionelle Mitternachtsmesse in der Katharinenkirche statt. In seiner Weihnachtsbotschaft äußerte sich Twal besorgt über die Gewalt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas und über den Bürgerkrieg in Syrien. Der 72-jährige Würdenträger hofft auf eine friedliche Lösung im Nahost-Konflikt.
 
 
Dec 23, 2012 Schneesturm im mittleren Westen der USA
  Kurz vor Weihnachten forderte ein schwerer Schneesturm im mittleren Westen der USA mindestens acht Menschenleben. Nach Angaben der Behörden starben sieben am 21. Dezember bei Verkehrsunfällen in den Bundesstaaten Wisconsin, Iowa, Nebraska und Kansas. In Utah kam eine Frau ums Leben, als sie mit ihrem Wagen im Schnee stecken blieb und zu Fuß Hilfe holen wollte. Der Sturm erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern. Es wurden bis zu 48 cm Neuschnee gemeldet. Bis zu 1,20 Meter hohe Schneewehen schränkten die Sicht ein. Während des Unwetters, das auch über Illinois und Missouri zog, knickten Bäume und Strommasten um. Durch die dadurch verursachten großflächigen Stromausfälle waren Zehntausende Haushalte ohne Strom und Heizung. Auch der Weihnachtsreiseverkehr wurde teilweise lahmgelegt. Hunderte Flüge fielen entweder ganz aus oder verspäteten sich um mehrere Stunden. Der Gouverneur von Wisconsin rief den Notstand aus und forderte die Nationalgarde an, um entsprechend vorbereitet zu sein. Für die Staaten Nebraska, Missouri und Illinois wurde eine Blizzard-Warnung ausgegeben. Die Meteorologen sagten weitere Schneefälle voraus und warnten vor allem Autofahrer vor den möglichen Gefahren. Das Schlechtwettergebiet zieht nun in Richtung Nordosten.
   
   
Dec 16, 2012 Amoklauf an Grundschule in Connecticut
  Bei einem Amoklauf an einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut tötete ein 20-Jähriger 18 Schulkinder und sechs Erwachsene. Zwei weitere Kinder starben im Krankenhaus. Die Bluttat ereignete sich in der Kleinstadt Newtown. Kurz nach Schulbeginn betrat der Täter Adam Lanza am 14. Dezember ganz in schwarz gekleidet die Sandy-Hook-Grundschule und eröffnete mit einem halbautomatischen Sturmgewehr und zwei Pistolen das Feuer. Er gab insgesamt über 100 Schüsse ab. Auf die einzelnen Opfer feuerte er drei bis elf Schüsse. Er selbst trug eine schusssichere Weste. Einige Lehrer versuchten panisch, ihre Schüler aus der Schule zu führen oder versteckten die Kinder in Schränken und in den Toilettenräumen. Lanza tötete die Opfer in zwei Klassenzimmern. Eines davon war das Klassenzimmer seiner Mutter, die früher an der Schule als Aushilfslehrerin gearbeitet hatte. Kurz vor dem Schulmassaker hatte er seine Mutter zuhause erschossen. Nach dem Amoklauf beging Lanza Selbstmord. Alle drei Schusswaffen wurden von Lanzas Mutter legal erworben. Die Motive des Täters sind noch unklar. Vermutet wird eine Persönlichkeitsstörung und eine leichte Form des Autismus. Adam Lanza und sein 24-jähriger Bruder Ryan hatten sehr unter der Trennung der Eltern gelitten. Offenbar fühlte sich Lanza von seiner Mutter nicht genügend geliebt. Er hat es wahrscheinlich so empfunden, dass seine Mutter den Kindern in der Schule mehr Liebe gab als ihm. In seinen Augen haben die Kinder ihm seine Mutter weggenommen. Das Verbrechen löste auf der ganzen Welt Trauer und Entsetzen aus. Die USA wollen nun das liberale Waffengesetz verschärfen.
   
   
Dec 09, 2012 Ein Thronfolger für das britische Königshaus
  Anderthalb Jahre nach ihrer Hochzeit erwarten Prinz William und seine Frau Nachwuchs. Die 30-jährige Kate Middleton ist nun offiziell schwanger. Das britische Königshaus sah sich gezwungen, die Schwangerschaft zu bestätigen, weil Kate am 3. Dezember wegen starker Übelkeit in die exklusive Londoner Privatklinik King Edward VII. eingeliefert worden war. Die Diagnose lautet "Hyperemesis Gravidarum". Das ist eine übermäßige morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft. Obwohl circa 70 Prozent aller Frauen besonders in den ersten Monaten ihrer Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen leiden, sind nur etwa 2% von dieser schweren Form betroffen, bei der die Übelkeit und das Erbrechen oft den ganzen Tag und nachts anhalten. Das kann zur ernsten Gefahr für Mutter und Kind werden, denn häufiges Erbrechen führt zur Gewichtsabnahme und trocknet den Körper stark aus. Daher werden die betroffenen Frauen künstlich ernährt und erhalten Infusionen zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes und des Elektrolythaushalts. Auch Medikamente gegen Übelkeit, die dem Fötus nicht schaden, können den schwangeren Frauen verabreicht werden. Experten gehen davon aus, dass die Ausschüttung des Schwangerschaftshormons HCG einer der Auslöser ist. Aber auch psychischer Druck kann sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Vermutlich befindet sich Kate im dritten Schwangerschaftsmonat. In den meisten Fällen lässt die Übelkeit im vierten Monat nach. Spätestens ab der 15. Woche beginnt für viele Frauen der angenehme Teil der Schwangerschaft. Kates Schwiegervater Prinz Charles freut sich jedenfalls schon auf sein erstes Enkelkind.
   
   
Dec 02, 2012 Neue Demonstrationen in Ägypten
  In den vergangenen Tagen demonstrierten zehntausende Menschen auf dem Tahrirplatz in Kairo und vor dem Präsidentenpalast gegen die Verfassungszusätze des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi. Dabei wurde ein 56-jähriger Mann getötet. Er erstickte an von der Polizei abgefeuertem Tränengas. Auch in Alexandria und anderen Städten protestierten Tausende gegen den Machtausbau des ägyptischen Staatsoberhauptes. Die Regierungsgegner wollen den Sturz des Regimes. Geplante Kundgebungen der islamistischen Muslimbrüder, denen auch Mursi vor seiner Wahl zum Präsidenten angehörte, wurden abgesagt, um Gewalt zu vermeiden. Nach den Juristen schlossen sich auch die Medien den Streiks gegen die Regierung an. Die Opposition befürchtet, dass Ägypten mit der neuen Verfassung nun zu einem islamischen Gottesstaat werden könnte. Der Graben zwischen den Anhängern und Gegnern des ägyptischen Präsidenten wird immer größer. Hunderttausende Islamisten demonstrierten an der Kairoer Universität für Mursis Machterhalt und die neue Verfassung. Unter den Befürwortern waren viele verschleierte Frauen und Salafisten. Der neue Verfassungsentwurf beschneidet Frauenrechte und die Meinungsfreiheit. Der Islam wird zur Staatsreligion und das Arabische zur Amtssprache Ägyptens erklärt. Auch die zivile Militärgerichtsbarkeit, mit der früher Oppositionelle unterdrückt wurden, soll aufrecht erhalten werden. Das alles wurde von Amnesty International scharf kritisiert. Alle Richter Ägyptens sind sich einig, das geplante Verfassungsreferendum nicht zu beaufsichtigen und die Auflösung der Gewaltenteilung zu boykottieren.