News January 2012

 

   
Jan 29, 2012 Brigitte Nielsen wird Dschungelkönigin
  In der sechsten Staffel der RTL-Fernsehshow "Dschungelcamp" wurde Brigitte Nielsen am 28. Januar zur Dschungelkönigin gekrönt. Unter ständiger Beobachtung durch Fernsehkameras mussten 11 Prominente 16 Tage in einem Camp in Australien verbringen. Während der ersten Woche können die Fernsehzuschauer jeden Abend für den Kandidaten anrufen, den sie zu einer Ekelprüfung schicken möchten. Danach rufen die Fans für die Teilnehmer an, die weiter im Camp bleiben sollen. Täglich muss ein Prominenter das Camp verlassen. Derjenige, der die wenigsten Stimmen bekommen hat, muss gehen und verbringt den Rest der Zeit in einem Luxushotel. Mit dem Satz "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" können die Kandidaten entweder eine Dschungelprüfung abbrechen oder das Camp freiwillig verlassen. Auf dem Speiseplan stehen Reis, Bohnen und Wasser. Extras gibt es nur bei der täglichen Schatzsuche, wenn eine Quizzfrage richtig beantwortet wird. Bereits in den ersten Tagen zehrten der Hunger, das Ungeziefer und der andauernde Regen an den Nerven. Die fernseherfahrene Brigitte Nielsen erlangte die Gunst der Zuschauer, weil sie sich aus den Streitereien zwischen den anderen Kandidaten heraushielt und die Prüfungen immer gut gelaunt und mit viel Einsatz absolvierte. Auch in ihrer letzten Prüfung im Finale blieb die sympathische Dänin gelassen und verspeiste einen Königsgrashüpfer, vier Truthahnhoden, eine lebende Witchetty-Made, pürierte Ente mit Entenblut und einen Straußen-Anus. Für ihre Teilnahme an der Sendung erhielt sie 150.000 Euro.
 
 
Jan 22, 2012 16-Jährige umsegelt allein die Welt
  Die 16-jährige Niederländerin Laura Dekker hat mit ihrem roten Zweimaster "Guppy" ganz allein die Welt umsegelt. Das Mädchen, das auf einem Boot in Neuseeland geboren wurde, lebte nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrem Vater in den Niederlanden. Ihr Vater ist ein segelbegeisterter Bootsbauer und brachte Laura schon früh zum Segeln. Bereits mit 13 Jahren unternahm sie mehrere Einhandtörns. Im Mai 2009 segelte sie vom niederländischen Maurik nach Lowestoft, der östlichsten Stadt Großbritanniens, und zurück. Das Familiengericht Utrecht verhinderte die Weltumsegelung der damals erst 13-Jährigen zunächst. Die niederländische Kinderschutzbehörde sorgte sich um ihre Sicherheit und um die Schulpflicht und erhielt auf Antrag eine vorläufige Vormundschaft über Laura Dekker. Wenige Wochen nach dem amtlichen Verbot einer Solo-Weltumsegelung unternahm die inzwischen 14-Jährige einen Ausreißversuch, hob 3.500 Euro von ihrem Konto ab und kehrte nicht mehr zum Vater zurück. Schließlich wurde sie auf der niederländischen Karibikinsel Sint Maarten von der Polizei aufgegriffen und am Weitersegeln gehindert. Nachdem das Familiengericht Middelburg die Vormundschaft am 27. Juli 2010 beendet hatte, segelte das Mädchen gemeinsam mit ihrem Vater nach Portugal. Am 21. August begann Laura Dekker von dort aus ihre Solo-Weltumsegelung. Sie beendete ihre Reise am 21. Januar 2012 nach über 500 Tagen und ist damit der jüngste Einhandweltumsegler vor der Australierin Jessica Watson.
   
   
Jan 15, 2012 Havarie der "Costa Concordia" vor Italiens Küste
  Am 13. Januar lief der Luxusliner "Costa Concordia" vor der Westküste Italiens auf Grund. An Bord waren 4.200 Menschen, darunter fast 570 Deutsche. Nachdem das 290 Meter lange Kreuzfahrtschiff abends gegen 20.00 Uhr zwischen der Insel Giglio und der südlichen Toskana auf einen Felsen gelaufen war, neigte es sich zur Seite und lief langsam voll Wasser. Viele Passagiere brachen in Panik aus. Einige sprangen ins eisige Meer. Es begann eine dramatische Rettungsaktion, bei der Taucher der italienischen Küstenwache unter riskanten Bedingungen im Schiffswrack nach Überlebenden suchten. Bisher wurden 11 Leichen geborgen. Etwa 60 Menschen wurden verletzt, 21 werden noch vermisst. Der Kapitän des Schiffes, Francesco Schettino, verließ das sinkende Schiff bereits Stunden vor den letzten Passagieren. Der Hafenkommandeur befahl ihm, an Bord zurückzukehren und die Evakuierungsaktion zu leiten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Schettino, viel zu nahe an die Insel Giglio herangefahren zu sein. Schettino wurde daraufhin zunächst in Untersuchungshaft genommen, mittlerweile aber wieder freigelassen und steht nun unter Hausarrest. Die niederländische Bergungsfirma Smit soll rund 2400 Tonnen Treibstoff aus dem Schiffswrack abpumpen, um eine Umweltkatastrophe vor der einzigartigen toskanischen Küstenlandschaft zu verhindern, denn das Schiff droht von den Felsen in tiefe Gewässer abzurutschen. Zusätzliche Gefahr droht durch einen Sturm in der Region, den Meteorologen für den 19. Januar voraussagten.
   
   
Jan 08, 2012 Die Affäre Christian Wulff
  Der amtierende deutsche Bundespräsident Christian Wulff geriet wegen eines 500.000-Euro-Kredits, den er während seiner Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident bei der Unternehmergattin Edith Geerkens für sein Privathaus bei Hannover aufgenommen hatte, in die Kritik. Später löste Wulff diesen Kredit durch ein besonders zinsgünstiges Darlehen der Stuttgarter BW-Bank ab. Es muss nun geklärt werden, ob er gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen hat und es sich um strafbare Vorteilsnahme handelt, denn ein Politiker darf sich aufgrund seiner Position keine wirtschaftlichen Vorteile verschaffen. Als die unabhängige Zeitung "Bild" einen Artikel darüber veröffentlichen wollte, versuchte Wulff, die Berichterstattung zu beeinflussen und drohte dem Chefredakteur Kai Diekmann telefonisch in einer Mailboxnachricht mit "Krieg". Ein Anwalt sei bereits eingeschaltet. Später entschuldigte sich Wulff bei der Bild-Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft nun, ob wegen des Droh-Anrufs ein Anfangsverdacht der Nötigung besteht. Bislang lehnt Wulff einen Rücktritt ab. Er wehrte sich auch gegen die Vorwürfe, den Sachverhalt nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Vor einem halben Jahr hatte Wulff schon einmal versucht, einen Zeitungsbericht in der "Welt" über das zerrüttete Verhältnis zu seiner Schwester zu verhindern. Auch die ihm vorgehaltenen, kostenlosen Urlaubsaufenthalte bei befreundeten Unternehmern rechtfertigte er erneut. Der Druck auf den Bundespräsidenten nimmt immer weiter zu.
   
   
Jan 01, 2012 Milliarden Menschen feiern den Jahreswechsel
  Die Bewohner von Samoa, Tokelau und den Linieninseln begrüßten zuerst das neue Jahr. Samoa hatte am 29. Dezember die Zeitzone gewechselt, um mit seinen Wirtschaftspartnern in der Region besser Handel treiben zu können. Im australischen Sydney wurde ein monumentales farbenfrohes Feuerwerk über dem Hafen gezündet. Auf Neuseeland mussten indes mehrere Veranstaltungen wegen starken Regens abgesagt werden. In Japan begaben sich die Familien traditionell in Tempel. Vor dem erleuchteten Tokyo Tower begrüßten die Menschen das neue "Jahr des Drachen" mit Luftballons. In New York ließen Bürgermeister Michael Bloomberg und Lady Gaga um Mitternacht eine riesige bunte Kristallkugel herunter, während Konfetti herabregnete und ein Feuerwerk gezündet wurde. In Amsterdam bewegten sich zwei riesige aufblasbare Figuren, die einen holländischen Jungen und ein holländisches Mädchen darstellten, langsam aufeinander zu, um sich um Punkt zwölf zu küssen. In London wurde vor rund 250.000 Menschen ein Feuerwerk in Form und Farben der Ringe der Olympischen Spiele gezündet, die in diesem Jahr dort stattfinden. In Paris versammelten sich 360.000 Menschen auf der Prachtstraße Champs-Elysées und rund um den Eiffelturm. In Peking projizierte man nach dem Abschluss einer Lasershow die letzten Sekunden des alten Jahres auf die 600 Jahre alte Verbotene Stadt. Bei der Silvesterparty in Berlin feierten Hunderttausende Besucher mit deutschen und internationalen Stars und schauten sich zum Jahreswechsel ein Feuerwerk am Brandenburger Tor an.