News February 2011

 

 
   
Feb 27, 2011 Erdbeben in Neuseeland
  Am 22. Februar wurde die Stadt Christchurch im Nordosten der Südinsel Neuseelands durch ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert. Die Innenstadt wurde dabei stark beschädigt. Die anschließenden Bergungsarbeiten der Rettungskräfte wurden immer wieder durch Nachbeben behindert. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 147 gestiegen. Mehr als 200 Menschen werden noch vermisst. Ministerpräsident John Key bezeichnete den Erdstoß als die wahrscheinlich schlimmste Naturkatastrophe Neuseelands. Das Stadtzentrum bleibt voraussichtlich mehrere Monate lang gesperrt. Ingenieure gehen davon aus, dass ein Drittel der Innenstadt komplett abgerissen und wieder neu aufgebaut werden muss. Die Regierung will ein Hilfspaket für 50.000 Menschen bereitstellen, die bisher in den zerstörten Gebieten der Innenstadt gearbeitet hatten und nun ihren Job verloren haben.
 
 
Feb 20, 2011 Flüchtlingswelle aus Tunesien
  Nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Ben Ali erreichten in der vergangenen Woche ungefähr 5.000 tunesische Flüchtlinge die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa. Die italienischen Behörden riefen daraufhin den humanitären Notstand aus. Italiens Innenminister Roberto Maroni forderte den Einsatz italienischer Polizisten in Tunesien, um den Flüchtlingsstrom aufzuhalten. Dieser Vorschlag wurde von der tunesischen Übergangsregierung zurückgewiesen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Aufnahme tunesischer Flüchtlinge in Deutschland ab. Europa sei jedoch bereit, bei der Lösung der Probleme in Tunesien zu helfen und damit den Menschen in ihrem Heimatland eine Zukunftsperspektive zu geben. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sicherte Tunesien wirtschaftliche Unterstützung zu.
   
   
Feb 13, 2011 Ägyptens Präsident Mubarak tritt zurück
  Nach 30 Jahren an der Macht ist der ägyptische Staatschef Husni Mubarak zurückgetreten. Das verkündete der Vizepräsident Omar Suleiman im ägyptischen Fernsehen. Ein Militärrat wird die Regierung so lange übernehmen, bis eine neue zivile Regierung durch demokratische Wahlen die Macht übernimmt. Die Menschen auf dem Tahrir-Platz in Kairo jubelten und feierten ausgelassen den Sturz des Regimes. Die deutsche Bundesregierung ist bereit, Ägypten beim demokratischen Wandel zu helfen. Mubarak ist inzwischen mit seiner Familie in die Urlaubsmetropole Scharm El-Scheich am Roten Meer geflogen, wo er ein Feriendomizil besitzt.